NTSC und PAL

Als vom National Television Systems Committee die Standards für kommerzielle Fernsehübertragungen in den USA, Kanada, Japan sowie Teilen Mittel- und Südamerikas definiert wurden, wurde eine Auflösung von 525 Zeilen bei dreißig Bildern pro Sekunde festgelegt. In den meisten europäischen Ländern, in Australien sowie in Teilen Mittel- und Südamerikas hingegen wird das Format PAL (Phase Alternation Line) mit einer Auflösung von 625 Zeilen bei 25 Bildern pro Sekunde verwendet.

Diese beiden Standards sind nicht kompatibel, und auch die DVD hat das gleiche NTSC-PAL-Problem wie seine "Vorgänger", das Videoband und die Laserdisk. Das MPEG-Video auf DVDs kann zwar digital gespeichert werden, muss aber für eines von zwei miteinander nicht kompatiblen Systemen formatiert werden.

Folgende drei Unterschiede bestehen zwischen den Disks für die Wiedergabe auf unterschliedlichen Systemen: Bildgröße und Seitenverhältnis, Bildfrequenz sowie Surround-Audio. Die Videodaten eines Films werden in der Regel mit 24 Bildern pro Sekunde gespeichert, jedoch werden diese Daten bei der Übertragung auf DVD üblicherweise für einen der beiden Standards vorformatiert. Bei für PAL formatierten Filmen wird die Frequenz in der Regel um 4 % erhöht, so dass der Ton vor der Codierung entsprechend angepasst werden muss.

Auf manchen DVD-Playern können nur NTSC-Disks abgespielt werden, auf anderen nur PAL-Disks und auf wieder anderen beide Formate. Aufgrund der Speicherkapazität von DVDs sehen viele Titelproduzenten zusätzliche Video- und Audiospuren vor, so dass alle Formate verfügbar sind.